Alarmanlagen – So finden Sie die Richtige!

Willkommen in unserer Rubrik “Alarmanlagen”. Hier erfahren Sie wissenswertes zum Thema Alarmanlagen, welches Ihnen dabei helfen wird einen besseren Überblick zu bekommen und Ihnen die spätere Auswahl einer Alarmanlage deutlich erleichten wird. Um den besten Einblick in das Thema zu erhalten, empfehlen wir Ihnen sich den ganzen Artikel durchzulesen. Die Lesedauer beträgt ca. 15 Minuten. Sollten Sie es eilig haben, können Sie sich gerne an unserem Inhaltsverzeichnis orientieren und direkt zum gewünschten Abschnitt springen. Zudem halten wir in unserem Fazit die wichtigsten Informationen für Sie bereit, was Sie bei der Auswahl einer Alarmanlage unbedingt beachten sollten.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim informieren und würden uns freuen, wenn Sie uns am Ende des Textes eine Bewertung hinterlassen.

Inhaltsverzeichnis


Warum Alarmanlagen immer wichtiger werden

Die Zahl der Einbrüche ist seit Jahren sehr hoch und in einigen Bundesländern noch im Steigen begriffen, während die Aufklärungsrate bei durchschnittlich weniger als 18 Prozent aller Fälle stagniert. Statistiken zeigen, dass Opfer von Einbruchdiebstählen sich vor Wiederholungen fürchten und das psychologische Trauma oft schlimmer ist als der materielle Schaden. Hinzu kommt oftmals eine Verwüstung der Einrichtung und das Gefühl, dass jemand in den intimen Schutzbereich der Wohnung eingedrungen ist.

Einbrecher nutzen jede Gelegenheit

Früher konnte man nach der Faustregel gehen, dass Wohnungseinbrüche sich in erster Linie auf die Nacht und insbesondere auf die Ferienzeit konzentrierten. Doch das stimmt schon lange nicht mehr. 2015 stellte das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen in einer für die Versicherungswirtschaft durchgeführten Studie zu Wohnungseinbrüchen fest, dass die meisten Einbrüche im Spätherbst und Winter stattfinden. Hierbei nutzen Täter vor allem den Schutz der Dunkelheit und kurze Abwesenheiten von Bewohnern aus. Denn wer nur schnell einkaufen geht, vernachlässigt meist den Schutz der Wohnung. Genau hier liegt das Problem, denn Einbrecher benötigen lediglich wenige Minuten, um ein Haus zu verwüsten und Wertsachen zu entwenden. 2015 erfolgten 57,9 Prozent aller Einbruchsdelikte zwischen 10 und 18 Uhr.

Alarmanlagen senken das Einbruchsrisiko erheblich

Da viele Einbrecher die günstige Gelegenheit nutzen und vor allem in solche Häuser einsteigen, bei denen es ihnen leicht gemacht wird, sind Alarmanlagen ein effektiver Schutz vor Wohnungseinbrüchen. Aufmerksamkeit können Einbrecher nämlich überhaupt nicht gebrauchen. Stoßen sie auf besonders gesicherte Fenster und Türen, brechen sie den Einbruch in der Regel ab, weil sie nicht die Zeit dazu haben, solche Systeme zu umgehen. Besonders hoch ist das Risiko in Einfamilienhäusern, wo Fenster und Fenstertüren mit je rund 40 Prozent die beliebtesten Stellen zum Eindringen sind. Moderne Sicherheitstechnik kann hier Abhilfe schaffen.


Auswahl der Alarmanlage: Darauf müssen Sie achten!

Zunächst muss man klären, welche Arten von Alarmanlagen es überhaupt gibt. Moderne Systeme bieten eine umfangreiche Funktionalität und beziehen die Warnung vor Gefahren mit ein, etwa durch Rauch- bzw. Feuermelder, Wassermelder oder Gasmelder. Bewegungsmelder und Kameras können Räume zuverlässig überwachen. Im Alltag sollten diese aber möglichst keine Fehlalarme produzieren.

Welche Arten von Hausalarmanlagen gibt es?

In dieser Übersicht führen wir kurz die wichtigsten Kriterien auf, die man bei Hausalarmanlagen unterscheiden sollte. Je nach Bedarf kann sowohl ein kabelloses als auch ein drahtgebundenes System Sinn machen. Darüber hinaus gibt es auch noch Hybridalarmanlagen und weitere Typen, auf die wir im nächsten Abschnitt genauer eingehen werden.

Kabelgebundene Einbruchmeldeanlage

  • Installation in der Regel nur durch Profis
  • häufiger Zertifizierung durch VdS
  • hohe Qualität und guter Einbruchsschutz
  • in der Regel hohe Kosten für Anschaffung und Installation
  • keine Einschränkungen durch begrenzte Reichweite von Funksignalen

Funkalarmanlagen

  • kabellos
  • einfache Installation (meist kein Profi erforderlich)
  • Basis-Schutz im Set verfügbar, ggf. erweiterbar
  • Qualität kann je nach Hersteller schwanken
  • günstig im Vergleich zu drahtgebundenen Lösungen
  • in der Regel keine VdS-Zertifizierung bei günstigen Modellen
  • modular erweiterbar
  • Funkalarmanlagen mit SmartHome Funktionalität haben großen Funktionsumfang
  • für große Häuser über mehrere Etagen ggf. unzureichende Reichweite

Wie findet man die richtige Hausalarmanlage?

Wer nur eine Wohnung oder ein kleineres Haus mit Basis-Schutz ausstatten will, kann mit einem günstigen Funkalarmanlagen-Set bereits gut bedient sein. Wer hingegen Geschäftsräume mit teurer Ware, ein großes Einfamilienhaus oder ähnliche Objekte sichern möchte, benötigt häufig eine VdS-Zertifizierung für die Versicherung. Das ist in der Regel teurer, weil eine solche Zertifizierung höhere Anforderungen an Manipulationsschutz und andere Kriterien stellt. Auch Funkalarmanlagen können diese Kriterien heutzutage erfüllen, sind dann aber nicht mehr so günstig zu haben. Immer wichtiger wird zudem die Frage nach SmartHome Funktionalität.


Die verschiedenen Arten von Alarmanlagen im Detail

Funkalarmanlagen

Experten sind sich darüber einig, dass Funkalarmanlagen die Systeme der Zukunft sind. Reichweitenverstärker und verbesserte Sicherungen gegen Manipulationen können Funkalarmanlagen inzwischen durchaus auf das Niveau von kabelgebundenen Hausalarmanlagen heben. Selbst die Zertifizierung durch VdS und andere Organisationen ist inzwischen regelmäßig zu finden.

Eigenschaften von Funkalarmanlagen

Kabellose Alarmanlagen werden oft im Set verkauft, das die Basisstation sowie einige Komponenten für die Erstausstattung enthält. Tür- und Fensterkontakte, ggf. eine IP-Kamera sowie weitere SmartHome-Komponenten wie Wasser- und Rauchmelder können hinzugekauft werden. Zusätzliche Kameras und Bewegungsmelder müssen zudem nicht aufwändig verkabelt werden, sondern werden drahtlos im System registriert.

Einfache Installation und Bedienung

Je nach Hersteller sind sowohl Installation als auch Bedienung (häufig per App) kein Problem. Eine Einbindung ins WLAN ist bei vielen Herstellern mittlerweile Standard, aber es gibt auch Modelle, die aus Sicherheitsgründen nur auf GSM- und Funk der klassischen Art setzen. Der regelmäßige Wartungsaufwand ist bei Funkalarmanlagen normalerweise auf den Austausch von Batterien bzw. Akkus begrenzt, denn natürlich müssen die kabellosen Komponenten an Tür, Fenster sowie Kameras, Sirenen und Bewegungsmelder mit Strom versorgt werden. Hier setzen auch viele Manipulationsversuche an, weswegen es beim Kauf wichtig ist, auf entsprechenden Sabotageschutz zu achten.

Folgekosten bei Funkalarmanlagen

Einige Funkalarmanlagen erfordern jedoch Fachkenntnisse und müssen zwingend vom Profi installiert und gewartet werden, um die gewünschten Zertifizierungen zu erhalten. Folgekosten entstehen bei Funk durch den Batteriekauf und ggf. den Zukauf weitere Komponenten. Besonders bei Anbindung über IP ist es sinnvoll, Anlagen zu wählen, die auch mit Komponenten anderer Hersteller kompatibel sind, um Geld zu sparen. Ist eine telefonische Alarmmeldung per GSM gewünscht, kommen die Kosten für einen entsprechenden Mobilfunktarif bzw. eine Prepaid-Karte hinzu. Je nach Hersteller können oft Melde-Services gebucht werden, bei denen der Anbieter die Alarmmeldungen rund um die Uhr entgegennimmt und bei Bedarf weitere Maßnahmen einleitet.

Funkalarmanlagen im Test

Von folgenden Herstellern haben wir Funkalarmanlagen für Sie getestet:
ABUS | Blaupunkt | Gigaset Elements | LUPUS-Electronics | Olympia

Kabelgebundene Alarmanlagen

Zur Überwachung begrenzter Räume (z. B. Verkaufsräume eines Juweliers) und bei besonderen Anforderungen an den Sabotageschutz werden heute noch immer drahtgebundene Hausalarmanlagen verkauft. Sie sind vom Laien in der Regel nicht fachgerecht zu installieren und erfordern somit die Hilfe eines Profis. Einmal fachgerecht installiert, benötigen kabelgebundene Alarmanlagen nur wenig Wartung, weil kein Austausch von Batterien nötig ist. Durch die kabelgebundene Übertragung von Signalen ist eine Unterbrechung von außen nur durch physische Kappung der Stromversorgung möglich. Da fest installierte Alarmanlagen von außen in der Regel kaum zu manipulieren sind, findet man in diesem Segment eher eine VdS-Zertifizierung. Die Anschaffungs- und Installationskosten sind recht hoch und die Erweiterung um zusätzliche Komponenten ist mit erheblichem Aufwand verbunden.

Hybridalarmanlagen

Für manche Objekte macht es Sinn, sogenannte Hybridalarmanlagen einzusetzen. Sie bestehen sowohl aus kabellosen als auch kabelgebundenen Komponenten und vereinen die Vorteile der bequemen Installation von Funkalarmanlagen mit dem gehobenen Sabotageschutz kabelgebundener Komponenten. Allerdings gibt es nur wenige Anbieter für Hybridalarmanlagen. Die Installation durch den Profi ist bei diesen Anlagen dringend zu empfehlen, um eine reibungslose Funktion zu gewährleisten. Die Erweiterung um zusätzliche Komponenten ist nachträglich nicht immer problemlos möglich. Die Hybridlösung ist vor allem dann zu empfehlen, wenn durch bauliche Gegebenheiten eine reine Funkalarmanlage an ihre Grenzen stößt. Dies ist etwa der Fall bei mehrgeschossigen Bauten mit sehr dicken Stahlbetondecken und -wänden wie beispielsweise in Tiefgaragen.


Vor- und Nachteile von Funkalarmanlagen und kabelgebundenen Alarmanlagen

Für die Verwendung von Funkalarmanlagen spricht insbesondere im privaten Bereich die einfache Installation und der geringe Wartungsaufwand, der in der Regel vom Nutzer selbst erledigt werden kann. Intuitive Bedienung der Komponenten, Steuerung per App und viele andere Details machen die kabellose Alarmanlage oft bequemer als aufwändig zu programmierende Alarmzentralen der kabelgebundenen Modelle. Aber auch hier gibt es Ausnahmen, denn nicht jede kabellose Anlage ist intuitiv zu bedienen oder erfüllt die Anforderungen an eine moderne SmartHome-Funktionalität. Der Vorteil mancher Funkalarmanlagen, dass Komponenten (z. B. IP-Kameras anderer Hersteller) verwendet werden können, spricht für größtmögliche Individualität und Kosteneffizienz, da man nicht an einen bestimmten Typ von Zubehör gebunden ist. Auf der anderen Seite sind solche Systeme durch ihre offene Architektur nicht immer sicher vor Manipulationen von außen (etwa über unbefugte Zugriffe auf das WLAN).

Fehlalarme kommen vor allem bei Billiganbietern vor

Bei der Häufigkeit von Fehlalarmen zeigen sich insbesondere günstige Funkalarmanlagen älterer Bauart als anfällig. Das andere Extrem, die Nichtmeldung von Einbruchsversuchen, ist ein anderes Problem von Billig-Komponenten. Insbesondere bei der Raumüberwachung können mangelhafte Bewegungsmelder oft nicht die Anforderungen an den Sabotageschutz erfüllen, den man an hochwertige Alarmanlagen heutzutage stellen darf. Bei kabelgebundenen Anlagen sind die Komponenten hingegen fast immer hochwertig und hochpreisig. Die Installation, Inbetriebnahme und Wartung ist bei kabelgebundenen Lösungen jedoch vom Einsatz eines Profis abhängig, was die Kosten weiter nach oben treibt. Besonders Funkalarmanlagen der neuesten Generation müssen den Vergleich mit kabelgebundenen Systemen nicht mehr scheuen. Auf unserer Webseite finden sie ausführliche Testberichte zu Funkalarmanlagen. Hier haben wir die gängigsten Modelle objektiven Vergleichskriterien unterzogen und geben eine Entscheidungshilfe.


Andere Typen von Alarmanlagen

IP-Alarmanlagen sind bequem, aber nicht immer sicher

Neben den Haupttypen Funkalarmanlage und kabelgebundene Hausalarmanlage gibt es sogenannte IP-Alarmanlagen. Während eine Funkalarmanlage nicht zwingend an das Internet angebunden sein muss, haben sogenannte IP-Alarmanlagen den Vorteil, dass sie vom PC aus konfiguriert werden können, was aber nicht immer unkompliziert ist. Eine weltweite Echtzeit-Überwachung von Räumen ist somit theoretisch problemlos möglich. Wie alle Internet-Systeme sind aber IP-Alarmanlagen gegebenenfalls anfällig für Hackerangriffe oder Schadsoftware, die von außen gezielt eingeschleust werden kann.

Druckschall- bzw. Infraschall-Alarmanlagen

Sogenannte Infraschall-Alarmanlagen funktionieren meistens nach dem Druckschallprinzip. Die Alarmanlage misst per Infraschall den Luftdruck, der in einem geschlossenen Raum besteht. Wird nun ein Fenster oder eine Tür geöffnet, ändert sich der Druck. Ist die Druckdifferenz groß genug, löst die Alarmanlage aus. Fehlalarme können durch verschiedene Einflüsse (z. B. Gewitterdonner, starker Wind) ausgelöst werden. Offene Kamine oder Lüftungsanlagen beeinflussen die Infraschall-Alarmanlage ebenfalls. Stellt man die Anlage aber so unempfindlich ein, dass solche Faktoren ignoriert werden, können sie durch sehr langsames Öffnen einer Tür problemlos überlistet werden. Infraschall ist für einen guten Einbruchschutz daher nicht zu empfehlen.


Funktionen von Alarmanlagen: Das ist heute möglich

Moderne Alarmanlagen bieten heutzutage eine sehr große Vielfalt an Funktionen. Man unterscheidet unter anderem zwischen Schutzfunktionen, Alarmfunktionen, Überwachungsfunktionen, Benachrichtigungsfunktionen und SmartHome-Steuerungsfunktionen. Hinzu kommen weitere Unterfunktionen, die nicht immer zum Standard gehören und z. B. mobil genutzt werden können.

Schutzfunktionen

Bei reinen Schutzfunktionen steht der Schutz von Leib und Leben sowie Hab und Gut im Vordergrund. Bei Alarmanlagen bedeutet dies nicht nur den Schutz vor Einbruch, sondern immer öfter auch die Einbindung von Rauchmeldern und anderen Geräten zum Brandschutz. Gasdetektoren schützen vor Gaslecks an der Heizung oder einer zu hohen CO-Konzentration in der Atemluft, was lebensrettend sein kann. Auch Wassermelder zum Schutz vor Schäden bei Wasserrohrbrüchen oder Fehlfunktionen von Geräten (Waschmaschine, Geschirrspüler etc.) sowie bei Überschwemmungen zählen dazu. Dadurch können Schadensereignisse zwar nicht verhindert, aber in ihrem Ausmaß begrenzt werden. Hinzu kommen weitere Sensoren wie Bewegungsmelder, Öffnungssensoren an Fenstern und Türen oder auch Glasbruchmelder, die vor unbefugtem Eindringen warnen.

Wie funktioniert die Alarmauslösung?

Je nach Anzahl und Art der verbauten Sensoren, können die oben genannten Schadensereignisse von der Alarmanlage registriert werden. Die Alarmauslösung kann dann entweder spontan am jeweiligen Melder (z. B. Rauchmelder) oder zentral über die gesamte Hausalarmanlage (Sirenen, Blinksignale) erfolgen. Zusätzlich sind weitere Optionen verfügbar, etwa die stumme Benachrichtigung über GSM (Telefonanruf oder SMS auf beliebige Nummer), App, E-Mail und ähnliche Mitteilungsdienste, die man mobil nutzen kann. Sofern verfügbar, kann man auf diese Weise auch direkt einen Wachdienst bzw. Überwachungsservice des Alarmanlagenherstellers verständigen. Eine direkte Benachrichtigung von Polizei oder Feuerwehr ist jedoch in der Regel nicht möglich. Natürlich kann die Alarmauslösung je nach Wunsch optisch und akustisch durch Sirenen angezeigt werden. Das ist aber nicht immer gewünscht, weswegen auch ein stummer Alarm eingestellt werden kann.

Steuerungsfunktionen moderner Alarmanlagen

Sowohl drahtlose als auch kabelgebundene Alarmanlagen lassen sich heutzutage häufig über IP bzw. WLAN aus der Ferne zentral steuern. Die Konfiguration und Überwachung ist also nicht nur direkt an der Basisstation möglich, sondern kann von berechtigten Nutzern über PC, Smartphone-App oder Fernbedienungen erfolgen. Durch das Hinzufügen von SmartHome-Komponenten ergeben sich zusätzliche Steuerungsfunktionen. So können beispielsweise Rollläden aus der Ferne geöffnet oder geschlossen und das Licht ein- und ausgeschaltet werden, um eine Anwesenheit zu simulieren. Diese Abläufe lassen sich auch programmiert steuern, aber ein Eingriff des Nutzers ist jederzeit über das Internet möglich. Manche Alarmanlagen unterstützen die Einbindung bestimmter SmartHome-Funktionen (z. B. Amazons Alexa), wodurch sich die Möglichkeiten weiter erhöhen.

Bei Abwesenheit verschiedene Funktionen überwachen und steuern

Die SmartHome-Funktionalität ist für Alarmanlagen besonders sinnvoll. So können Signale von der Türklingel über die Alarmanlage auf das Smartphone des Nutzers geschickt werden, der dann über die Sprechanlage antworten kann, als wäre er tatsächlich im Haus, obwohl er vielleicht am Strand liegt. Da Einbrecher häufig überprüfen, ob jemand daheim ist, dient diese Funktion der Abschreckung. Hinzu kommen die Überwachungsmöglichkeiten. So können Nutzer IP-Kameras aus der Ferne abfragen oder Bewegungsmelder (z. B. für den Hund oder die Putzfrau) in bestimmten Bereichen deaktivieren. Für diese Art der Funktionalität ist nicht zwingend eine Funkalarmanlage erforderlich, doch die Einbindung von WLAN und IP-Komponenten ist dort in der Regel einfacher als bei kabelgebundenen Hausalarmanlagen.

Energieversorgung: Was passiert, wenn der Strom ausfällt?

Eine gängige Methode, um Alarmanlagen zu deaktivieren, ist natürlich die Kappung der Stromversorgung. Einfache Systeme lassen sich auf diese Weise sehr leicht außer Betrieb setzen, das gilt auch für einzelne Komponenten. Aus diesem Grund sollte sowohl bei drahtlosen als auch bei kabelgebundenen Systemen Wert auf guten Sabotageschutz gelegt werden. So sollte das Entfernen von Batterien aus Bewegungsmeldern oder Sirenen nicht ohne Weiteres möglich sein. Fällt der Strom allgemein aus, sorgt bei guten Alarmanlagen eine Notstromversorgung der Basisstation und der wichtigsten Komponenten dafür, dass die Schutzfunktionen weiterhin gewährleistet sind. Bei der Meldung von Alarmen über GSM oder IP-Anbindung (WLAN-Funktionalität) ist dies nicht immer möglich, weil selbst die beste Notstromversorgung einer Alarmanlage den Ausfall von Handymasten oder Internet-Verbindungen nicht kompensieren kann.


Einsatzorte für Alarmanlagen: Was funktioniert wo?

Wer sich mit dem Kauf einer Alarmanlage befasst, stellt schnell fest, dass es verschiedene Ausführungen für unterschiedliche Einsatzbereiche gibt. Der Einsatzort sollte wesentlichen Einfluss auf die Kaufentscheidung haben, denn es spielt natürlich eine Rolle, ob man Schutz für eine Zweizimmer-Wohnung, ein großes Einfamilienhaus oder sogar ein komplettes Firmengelände benötigt. Der Kostenaufwand für eine Funkalarmanlage oder kabelgebundene Hausalarmanlage geht nämlich mit jedem zusätzlich benötigten Überwachungssensor in die Höhe. Zudem ist der Versicherungsschutz oft von der Installation einer geeigneten Alarmanlage abhängig, sollte also zum jeweiligen Einsatzort passen.

Welche Faktoren spielen beim Einsatzort eine Rolle?

Im gewerblichen Bereich werden in der Regel Geschäftsräume, Ladengeschäfte oder auch ganze Firmenkomplexe abgesichert. Es ist klar, dass nicht jede Alarmanlage diese Anforderungen erfüllen kann. Erstreckt sich ein Firmengelände über einen großen Bereich, ist die Reichweite einer herkömmlichen Funkalarmanlage oft nicht ausreichend. Außerdem lassen sich die für den privaten Bereich gedachten Tür- und Fenstersensoren nicht immer ohne Weiteres auf die Anforderungen von Gewerberäumen übertragen. Die Versicherung kann weitere Anforderungen an einen bestimmten Einsatzort haben und die eventuell vorhandene VdS-Zertifizierung für eine Alarmanlage im privaten Bereich erfüllt nicht automatisch auch die Anforderungen für den gewerblichen Einsatz.

Wie groß ist der Einsatzort?

Unabhängig davon, ob Sie einen gewerblichen oder privaten Einsatzort haben, richtet sich die Auswahl einer Alarmanlage maßgeblich nach der Größe der abzusichernden Bereiche. Unter Größe ist nicht nur die komplette Wohnfläche oder die Größe bestimmter zu überwachender Bereiche gemeint, sondern auch die Anzahl von Zimmern, Türen, Fenstern, Stockwerken. Insbesondere bei sehr großen Flächen mit zahlreichen Wänden und/oder Zimmerdecken kann beispielsweise die Reichweite von Funkalarmanlagen ohne Reichweitenverstärker nicht ausreichend sein. Doch auch der Aufwand bei der Installation kabelgebundener Systeme wächst mit der Komplexität des Einsatzortes. Die Zahl von Außentüren (Kellertüren und Kellerfenster nicht vergessen!) muss dabei ebenso berücksichtigt werden wie die Gesamtzahl der restlichen Fenster und zu überwachenden Zimmertüren im Innenbereich (sofern gewünscht).

Komplexe Einsatzorte erhöhen die Anfälligkeit für Fehler

Sowohl bei der Installation als auch beim Betrieb erhöht die Zahl der verbauten Sensoren generell die Wahrscheinlichkeit für Fehlalarme sowie für Sabotagemöglichkeiten. Besonders bei der Überwachung von großen Bereichen (z. B. mit Kameras oder Bewegungsmeldern) ist zu berücksichtigen, dass der Erfassungsbereich der Sensoren Grenzen hat. Zu vermeiden sind bei der Installation außerdem tote Winkel, über die ein Eindringling sich unbemerkt Zutritt verschaffen könnte. Auch aus diesem Grund sollte bei einem komplexen Einsatzort die Hilfe eines Profis in Anspruch genommen werden, der nicht nur bei der Installation hilft, sondern schon in der Planungsphase einschätzen kann, welche Alarmanlage sinnvoll genutzt werden kann.


Kosten von Alarmanlagen

Bei den Kosten unterscheiden sich die verschiedenen Typen von Alarmanlagen teilweise erheblich. Besonders zwischen kabelgebundenen und kabellosen Systemen gibt es große Preisunterschiede, die vor allem bei der Installation durch Profis zu Buche schlagen. Wer es günstig haben möchte, kann zu einer Selbstinstallation greifen. Bei vielen Funkalarmanlagen ist das ohne größere Probleme auch für Laien möglich. Für Sets mit Basisstation und einen Basis-Schutz für kleinere Räume muss man durchschnittlich mit 200-300 Euro rechnen. Diese Preise können aber je nach Ausbaustufe mit Zusatzkomponenten schnell steigen. Drahtgebundene Alarmsysteme sind von den Komponenten her oft nicht wesentlich teurer, erfordern aber eine aufwändige Installation, weswegen solche Modelle oft nicht unter 1000 Euro zu haben sind. Bei Hybridalarmanlagen liegen die Kosten oft noch darüber.

Welche Faktoren beeinflussen den Preis der Alarmsysteme?

Es ist schwierig, pauschale Aussagen zu den Kosten für Alarmanlagen zu treffen, da viele Faktoren eine Rolle spielen. Auf unserer Seite haben wir daher ausführlich verschiedene Anlagen der Hersteller Abus, Blaupunkt, Lupus-Electronics, Olympia und Gigaset-Elements unter die Lupe genommen. In diesen Berichten erfahren Sie mehr über die Preise der Funkalarmanlagen. Für den schnellen Überblick listen wir noch einmal die wichtigsten Kostenfaktoren auf:

  • Art der Alarmanlage (drahtgebunden oder kabellose Systeme)
  • Installationsaufwand (Selbstinstallation möglich oder Fachmann notwendig?)
  • Anforderungen der Versicherung an fachgerechte Installation und Funktionsumfang
  • Komplett-Sets sind für kleine Bereiche günstiger als Einzelkomponenten
  • individuelle Zusammenstellung von Alarmanlagen ist für große Überwachungsbereiche sinnvoll
  • Eventuell spätere Erweiterung berücksichtigen

Was bringt eine Alarmanlage bei der Versicherung?

Ein häufiger Beweggrund zum Kauf einer Alarmanlage sind Anreize für niedrigere Prämien für Versicherungen. Das lohnt sich in der Regel nur bei sehr hohen Versicherungssummen der Hausratversicherung und ist abhängig von einer entsprechenden Zertifizierung, damit die Versicherung die Alarmanlage anerkennt. Dazu zählt in der Regel auch die fachgerechte Installation. Für gewerbliche Nutzung ist die Installation eines Alarmsystems oft Voraussetzung, um überhaupt eine Versicherung zu bekommen. Bei Privatleuten ist der Aufwand für Installation und den Kauf zertifizierter Anlagen meist nicht rentabel, wenn nur eine Ersparnis bei der Versicherung das Ziel ist. Doch als Nebeneffekt können bei besonders hochwertigen Anlagen niedrigere Versicherungsbeiträge „mitgenommen“ werden. Manchmal ist auch eine staatliche Förderung (z. B. durch KfW) möglich.


Installation der Anlage

Bei der Frage der Installation scheiden sich die Geister. Gute Funkalarmanlagen lassen sich häufig problemlos selbst installieren, doch sehr hochwertige Geräte, die eine VdS-Zertifizierung besitzen, erfordern meistens eine fachgerechte Installation und Einrichtung durch den Profi. Auch später anfallende Wartungsarbeiten müssen durch den Fachbetrieb erfolgen. Wenn die Selbstmontage gewünscht ist, sollte man sich also eine Funkalarmanlage zulegen, die dies auch aktiv unterstützt.

Wie funktioniert die Installation einer Funkalarmanlage?

Die Selbstmontage von Funkalarmanlagen ist relativ unkompliziert. Die Inbetriebnahme der Basisstation ist mit der Konfiguration des Systems über das Bedienteil, Fernbedienung, App oder PC erledigt. Das Registrieren von Sensoren erfolgt entweder automatisch oder kann ohne große Schwierigkeiten manuell erledigt werden. Beim Anbringen der Sensoren und Komponenten wie Kameras, Bewegungsmelder etc. hat man heute oft die Wahl zwischen Kleben und Schrauben. Besonders an Fenstern und Türen empfiehlt sich insbesondere in Mietwohnungen die Installation selbstklebender Sensoren. Bei Sirenen, Kameras oder Bewegungsmeldern kommt man manchmal nicht um das Verschrauben herum, einmal aus Gründen der Stabilität, zum anderen, damit die Komponenten nicht einfach entfernt werden können. Aber auch diese Installation kann jeder versierte Heimwerker mit Bohrmaschine selbst erledigen.

Was ist mit der Wartung?

Die Wartung von Funkalarmanlagen erstreckt sich normalerweise vor allem auf den Austausch von Batterien der verbundenen Sensoren, Kameras und Sirenen, sofern diese keine eigene Stromversorgung haben. Aber auch dann existieren häufig Pufferbatterien für die Notstromversorgung, die gelegentlich getauscht werden müssen. Gute Alarmanlagen haben sehr lange Wartungsintervalle, dies sollte ein entscheidendes Kaufkriterium sein, wenn man eine längere Abwesenheit plant. Bei professionell installierten Systemen wird häufig ein Wartungsvertrag abgeschlossen, der natürlich entsprechende Kosten verursacht.


Zertifizierung: Ist sie notwendig?

Es gibt unterschiedliche Zertifikate, mit denen die Hersteller von Alarmanlagen werben. Am wichtigsten im Bezug auf die Versicherung ist dabei das VdS-Zertifikat, das vom Verband der Sachversicherer vergeben wird. Wer nur eine Alarmanlage ohne Anerkennung der Versicherung installieren möchte, kann auf die VdS-Anerkennung verzichten. Die Polizei empfiehlt bestimmte Mindeststandards. Für die Installation und Wartung gibt es verschiedene DIN-Vorschriften, am wichtigsten ist hierbei die DIN EN ISO/IEC 17065, nach der alle guten Alarmanlagen geprüft und zertifiziert sein sollten.

Welche Sicherheitsstufen gibt es?

Hausalarmanlagen werden je nach Einbruchsrisiko in vier Sicherheitsstufen unterteilt. Dabei steigen die Anforderungen in jeder Stufe. Alarmanlagen mit Grad 1 werden von Polizei und Versicherungen generell nicht empfohlen, da sie deren Anforderungen im Test nicht erfüllen. Für herkömmliche Einfamilienhäuser und Wohnungen im privaten Bereich genügen die Einbruchmeldeanlagen mit Grad 2 (entspricht Klasse A). Diese Stufe deckt den Schutz von Personen und kleineren Wohnobjekten ab. Für Anforderungen darüber hinaus gibt es Alarmanlagen im Grad 3 (Klasse B) und Grad 4 (Klasse C). Diese sind aber nur für besondere Wohnobjekte, Gewerbeobjekte sowie öffentliche Einrichtungen zu empfehlen, da die Kosten deutlich höher sind.


Fazit: Der Kauf einer guten Alarmanlage ist heute einfacher denn je

Wer eine gute Alarmanlage sucht, muss heute kein Vermögen mehr investieren. Insbesondere die Verfügbarkeit guter Funkalarmanlagen auf dem Markt macht es fast jedem möglich, im Rahmen der Selbstinstallation einen adäquaten Schutz vor Einbruch und anderen Schadensereignissen zu bekommen. Achten sollte der Käufer insbesondere auf folgende Punkte:

  • Brauche ich eine VdS-Zertifizierung?
  • Selbstinstallation gewünscht?
  • Günstiges Basis-Set mit Erweiterungsmöglichkeit oder individuelle Zusammenstellung?
  • kabellos oder kabelgebunden?
  • Für welchen Einsatzort soll die Alarmanlage geeignet sein?
  • gewerblicher oder privater Einsatz?
  • SmartHome-Funktionalität gewünscht?
  • Wartungsaufwand

Den Überblick zu behalten ist bei der Vielzahl der angebotenen Funkalarmanlagen am Markt für den Verbraucher nicht einfach. Deswegen empfehlen wir Ihnen, sich genau über die von uns beschriebenen Alarmanlagen zu informieren. Auf unserem Alarmanlagenratgeber finden Sie ausführliche Artikel mit Tests und Bewertungen der verschiedenen Produkte.

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