Gigaset Elements – die Alarmanlage des DECT Marktführers

Nachdem wir bereits die Alarmanlagen Lupusec-XT1 sowie Lupusec-XT2 Plus bewertet haben, wollen wir heute der Konkurrenz aus dem Hause Gigaset Beachtung schenken: der Alarmanlage „Gigaset Elements“. Eine Alarmanlage günstig kaufen wird für Verbraucher in Zeiten zunehmender Einbruchdiebstähle zu einem immer dringlicheren Bedürfnis. Allerdings macht es durchaus Sinn, sich vor dem Kauf näher mit den Themen Haussicherheit und Smart Home zu beschäftigen. Die Gigaset Elements spielt in der Liga der Smart Home Alarmanlagen und kann optional aufgerüstet auch sehr große Anwesen sichern. Die nachfolgenden Zeilen sollen unter anderem darüber informieren:

  • über welche herausragende Eigenschaften Gigaset Alarmanlagen verfügen
  • welchen Funktionsumfang sie bieten
  • was bei der Nutzung zu beachten ist
  • wie die Kopplung von Basis und Komponenten inkl. App erfolgt
  • warum die Gigaset Elements sich fürs Smart Home eignet
  • was uns Positives und Negatives aufgefallen ist

Die Lesedauer des kompletten Artikels beträgt ca. 15 Minuten. Eilige Leser können sich im Fazit einen schnellen Überblick verschaffen.

Der Markenhersteller Gigaset – eine bekannte Größe

Die Marke Gigaset dürfte vielen Verbrauchern ein Begriff sein, denn bei Gigaset handelt es sich um einen international agierenden Hersteller von Produkten aus der Kommunikationstechnologie – der mit DECT-Telefonanlagen zum Marktführer in Deutschland und Europa aufgestiegen ist. Gigaset Alarmanlagen, die mit ihrer ausgeklügelten Elektronik zur Sicherung von Gebäuden beitragen, dürften den Verbrauchern hingegen weniger bekannt sein. Dabei belässt es Gigaset nicht nur bei reinen Alarmanlagen, sondern macht mit optionalen Erweiterungen das Smart Home möglich. Alles beginnt mit dem „Herzstück“ der Alarmanlage …

Gigaset Elements – ein Systemüberblick

Basisstation – Design und Funktion

Da die Basisstation in der Wohnung aufgestellt wird, spielt natürlich auch das Aussehen eine wichtige Rolle. Die Basistation der Alarmanlage soll zwar optisch ansprechend sein, aber dennoch nicht zu „auffällig“ wirken und sich dem Ambiente der Einrichtung anpassen. Gleich beim Unboxing fiel uns das Design der Gigaset Elements positiv auf. Sowohl was die Basisanlage und deren Komponenten betraf. Wenngleich uns die Alarmsensoren etwas groß vorkamen, aber dazu gleich mehr. Zunächst einmal zum Prinzip der eingesetzten Technik …

Diese Funk-Technologie kommt bei der Gigaset Elements zum Einsatz

Während andere Hersteller zur Kommunikation zwischen Basisstation und Komponenten auf Standards wie Zigbee vertrauen, „sprechen“ bei der Gigaset Elements die Sensoren mit der Zentrale via DECT-Funk. Der separate DECT HUB an der Basisstation „base“ bietet zusätzlichen Schutz. Denn sollte das Internet ausfallen oder die Verbindung gekappt werden, arbeitet die Basisstation autark am Schutz des Gebäudes.

Die Alarm Sensoren von Gigaset – hinterlassen Eindruck

Auch bei den Sensoren geht Gigaset eigene Wege. Andere Hersteller setzen für die Überwachung von Fenstern und Türen Sensoren ein, bei denen ein Magnet am Fenster- bzw. Türflügel montiert wird – das Gegenstück, ein Funkmodul, wird am Rahmen befestigt. Die Gigaset Elements Sensoren sind hingegen einteilig und somit größer. Sie werden auf Fenster- oder Türflügel montiert – den Magneten auf der gegenüberliegenden Seite braucht es nicht. Unsere anfängliche Skepsis war unbegründet, da in den Alarm Sensoren von Gigaset jeweils ein Kompass und Beschleunigungssensor verbaut ist. Diese erfassen, ob Fenster bzw. Türen offen oder geschlossen sind und reagieren auch auf äußere Einwirkungen.

Die Gigaset Elements im Detail

Die Basisstation „base“

Das Aufstellen der Alarmzentrale „base“ empfanden wir als leicht nervig. Nicht etwa, weil es zur Funktion einer Internetverbindung per Netzwerkkabel sowie einer Stromversorgung über das mitgelieferte Netzteil bedarf, vielmehr wegen des Handlings mit den Kabeln. Diese werden durch Öffnungen im Gehäuse geführt, was nicht einfwandfrei funktioniert. Die Basistation steht folglich nicht sauber auf dem Untergrund. Dem Hersteller ist das offensichtlich bewusst, denn er legt für diesen Zweck eine Metallklammer nebst Schrauben bei. Das alles ist ein wenig fummelig, schließlich schafft es die Konkurrenz auch, die Kabel ohne Hilfsmittel zu führen.

Die Kopplung der Alarmzentrale mit den Sensoren

Die Kopplung der einzelnen Komponenten mit der Alarmzentrale gestaltet sich (eigentlich) recht einfach. Hierzu wird der Sensor nicht weiter als einen Meter an die Basisstation herangeführt. Nun sowohl am Sensor wie auch an der Alarmzentrale die Verbindungstaste drücken – bis eine Bestätigung in der App erfolgt. In der Praxis bedurfte es einiger Versuche, bis es schließlich geklappt hat. Hinweis: Da die Firmware erst jüngst ein Update erhielt, könnten ältere Geräte noch mit einer ungenauen Angabe im Umlauf sein. Denn die Verbindungstasten müssen nicht so lange gedrückt gehalten werden, bis die LED ausgeht. Vielmehr zeigt eine blinkende LED die erfolgreiche Kopplung an. Wie von anderen Herstellern bekannt, verzichten auch Gigaset Alarmanlagen auf einen sogenannten Pufferakku. Nutzer, die darauf Wert legen, dass die Alarmanlage auch bei einem Stromausfall funktioniert, müssen das System extern mit Strom versorgen.

So funktioniert der Alarm – laut und deutlich

Das Scharfstellen der Alarmanlage funktioniert ausschließlich über das Internet via Smartphone und App. Eine Codetastatur oder ein anderes Gerät zur Near Field Communication (NFC) haben wir vermisst. Das ist zum Beispiel dann umständlich, wenn Dritte wie eine Reinigungskraft die Wohnung betreten sollen. Dafür überzeugt die Alarmanlage mit dem Umstand, dass die Sensoren eine Gewalteinwirkung feststellen, selbst bei unscharf gestellter Alarmanlage (Sabotageschutz).

Push-Nachrichten und Videobeweise

Wird ein Alarm ausgelöst, sendet die Basisstation Push-Meldungen an registrierte Smartphones und in der Wohnung ertönt die Alarmsirene – und diese dürfte den Eindringling mit ihrem durchdringenden Ton fast schon paralysieren. Dieser Vorgang wird dann von der Alarm Cam festgehalten, die ein möglichst weites Feld abdecken sollte. Denn die Kamera lässt sich über die App weder schwenken noch neigen. Wer länger Videosequenzen (bis zu 5 Minuten) speichern will, muss auf die kostenpflichtige Cloud ausweichen. Die Kosten für das „Safety Package“ halten sich mit 99 Cent pro Monat aber in moderaten Grenzen.

Die Komponenten im Detail

Für die Sicherung einer größeren Wohnung wählten wir im Versuchsaufbau die Alarmzentrale „base“ mit den Komponenten 1 x Türsensor, 1 x Bewegungssensor, 2 x Fenstersensor sowie 1 x WLAN Indoor Kamera aus. Vor dem Kauf einer Alarmanlage sollten Sie sich in jedem Fall über die entscheidenden Faktoren die beim Einsatzort zu beachten sind informieren.

Fenster- und Türsensoren mit durchdachtem Prinzip

Wie bereits kurz erwähnt, verzichtet Gigaset bei den Fenster- und Türsensoren auf Magnetkontakte. Stattdessen machen wir Bekanntschaft mit Technologien, die uns vom Smartphone vertraut sind. In den Sensoren sind Chips verbaut wie Gyroskop, Magnetfeldsensor, Beschleunigungssensor, Thermometer und Barometer. Nach dem Koppeln mit der App klebt man die Sensoren an den Fenster- bzw. Türrahmen und lernt diese ein. Dazu wird das Fenster abwechselnd geöffnet und geschlossen und die jeweilige Position auf dem Smartphone bestätigt. Nach ca. zwei Minuten ist der gesamte Vorgang abgeschlossen

Jede Position wird von den Sensoren erkannt

Die spezielle Konstruktion ohne Magnetkontakte bringt einen erheblichen Vorteil mit sich. Denn während es für Magnetkontaktsensoren nur zwei Positionen gibt (offen oder geschlossen), ist das Gigaset-System weitaus empfindlicher. Das System nimmt auch Erschütterungen wahr, die etwa durch Bohren, Aufhebeln, Schläge oder Tritte gegen Fenster und Türen ausgelöst werden. Somit ist das Gigaset-System in der Lage einen Alarm bereits auszulösen, wenn sich Fenster oder Tür noch in geschlossenem Zustand befinden.

Sich in der Wohnung rechtzeitig in Sicherheit bringen

Dadurch, dass das Gigaset-System bereits erste Manipulationsversuche an Fenster oder Tür erkennt, entsteht für die Hausbewohner ein höheres Sicherheitspotenzial. Noch bevor der Langfinger in die Privatsphäre eindringt, können sich die Bewohner in Sicherheit bringen (evtl. Panic Room) und Hilfe anfordern.

Haustiere können ungehindert passieren

Für stolze Hunde- oder Katzenbesitzer ist es natürlich Voraussetzung, dass die Alarmanlage nicht jedes Mal losschlägt, wenn der oder die Streunerin heimkehrt. So ist der Bewegungssensor dahin gehend konzipiert, dass er Haustiere bis zu einer bestimmten Größe ignoriert. Der neu konzipierte Bewegungssensor eignet sich universell nicht nur für die Anbringung an Fenstern und Türen, sondern kann auch an Schiebe-, Schiebeschwenktüren, Garagentoren (Sektional- und Schwingtoren) sowie an einer Katzenklappe angebracht werden.

Gefahrmelder schützen vor elementaren Schäden

Seit 01.01.2018 sind Rauchmelder in allen Bundesländern vorgeschrieben, was angesichts der Tatsache, dass bei einem möglichen Hausbrand giftige Rauchgase noch vor den Flammen lebensbedrohlich wirken, auch Sinn macht. Rauchmelder aber auch Wassermelder lassen sich problemlos in die Gigaset Elements integrieren. In beiden Sensoren ist eine Sirene integriert, deren lauter Signalton im Test überzeugen konnte.

Die Überwachungskamera – Teil des Smart Homes

Die WLAN Kamera hat uns positiv überrascht. Wirkt sie doch auf den ersten Blick ein wenig zu „niedlich“. Das bringt jedoch den Vorteil mit, dass sie sich eben ganz klein macht und unauffällig positioniert werden kann. Die Bilder, die uns die Überwachungskamera lieferte waren wider Erwarten von guter Qualität. Nachdem wir die WLAN Cam mit der Gigaset Elements App gepairt hatten, lieferte die Überwachungskamera Echtzeit-Videoübertragung aufs Smartphone. Demnach kein Problem, um von unterwegs zu checken, was das Haustier in der Wohnung anstellt oder ob Familienmitglieder sicher nach Hause gekommen sind.

Den Langfinger auf Video „festhalten“

Als Teil des Smart Homes reagiert die WLAN Kamera auch auf Sensoren des Gigaset Alarmsystems. Die Indoor-Kamera startet bei einem Einbruch automatisch mit der Aufzeichnung und hilft Verbrechen aufzuklären – via Nachtsichtmodus auch im Dunkeln. Länger aufgezeichnet wird das Ganze in der kostenpflichtigen Cloud. Als kleiner Wermutstropfen erweist es sich, dass die Kamera via Smartphone weder neigbar noch schwenkbar ist.

App, Philipps HUE, Alexa und Co. lassen grüßen – die Elements Smart Home Alarmanlage

Ist die App erst einmal auf dem Smartphone installiert (Nutzerkonto beim Hersteller einrichten) und mit der Basis und den Sensoren gepairt, präsentiert sie sich erfreulich aufgeräumt und logisch. Das Kalibrieren von Fenster- und Türmeldern funktionierte auf Anhieb. Die übersichtliche Startseite zeigt alle Sensoren auf einen Blick, die Kamera ist gut eingebunden und die Alarmanlage lässt sich leicht scharf und unscharf schalten. Doch müssen Gigaset Alarmanlagen, die dem Prinzip des Smart Home gerecht werden wollen, weit mehr leisten können. So stellt auch „Alexa“ die Alarmanlage scharf, es bestehen Schnittstellen zu Philipps HUE und interne Sensoren wie HomePlug reagieren auf (Fern-)Kommando und schalten Verbraucher an oder aus. Mit bis zu 48 Komponenten lässt sich das Smart Home individuell konfigurieren.

Pro und Contra der Gigaset Elements im Überblick

Pro

  • einfache und übersichtliche Bedienung
  • Bedienung via Internet und App
  • für nahezu jede Situation konfigurierbar und erweiterbar
  • umfangreiche Funktionen
  • ausgereifte DECT-Funktechnologie
  • schnelle Reaktion der Sensoren
  • Sensoren regieren über einfaches Öffnen und Schließen hinaus
  • guter Service (regelmäßige Firmware-Updates)
  • faires Preis-Leistungs-Verhältnis

Contra

  • kein Puffer-Akku
  • keine Code-Tastatur
  • längere Videosequenzen kostenpflichtig

FAZIT zur Gigaset Elements: Eine überzeugende Alarmanlage mit kleinen Schwächen

Vom Umfang her entspricht die getestete Alarmanlage der Gigaset Elements L. Damit lässt sich auch eine größere Wohnung ausreichend gegen Einbruch sichern. Bei einem derzeitigen Preis von knapp über 300 Euro handelt es sich um ein günstiges Angebot. Für die Installation der Alarmanlage sollte man sich etwas Zeit nehmen. Zum Beispiel kann es beim Pairing via Bluetooth schon den einen oder anderen Versuch benötigen. Ist die Alarmanlage aber erst einmal komplett verbunden, zeigt sie sich sehr zuverlässig. Gigaset Alarmanlagen funktionieren nach dem Prinzip der DECT-Funktechnologie. Die gesamte Kommunikation zwischen App und Basisstation wie auch zwischen Basisstation und Sensoren erfolgt verschlüsselt. Die Sensoren reagieren sehr sensibel und schlagen bereits bei ersten Einbruchsversuchen Alarm. Dieser wird registrierten Nutzern via Push-Nachricht mitgeteilt, vor Ort ertönt eine laute schallende Sirene. Die App zeigt alle Funktionen übersichtlich an, ist intuitiv zu bedienen und macht Laune. Das ist auch nötig, denn auf eine Code-Tastatur muss der Anwender verzichten. Ebenso erweisen sich als kleine Wermutstropfen der fehlende Pufferakku und die kostenpflichtige Aufzeichnung längerer Videosequenzen. In der Gesamtbetrachtung jedoch eine gute Alarmanlage zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Unter unserer Rubrik “Alarmanlagen” haben wir für Sie die wichtigsten Faktoren zusammengefasst,
die beim Kauf einer Alarmanlage unbedingt zu beachten sind!

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